Happy birthday Nayan
- Rosula Blanc

- 21. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Heute feiert Nayan seinen zwanzigsten Geburtstag!!
Er ist somit der älteste Yak, den wir je in der Schweiz hatten

Nayan und Kubilai waren die ersten Yaks, die vor 18 Jahren hier in La Giette ankamen.
Nayan ist von Natur aus schüchtern, zurückhaltend und ein wenig distanziert; er hält sich im Hintergrund, beobachtet und denkt nach. Ich werde mich immer an den Moment erinnern, als er sein Spiegelbild im Fenster des Hauses entdeckte. Das war ganz am Anfang, als Kubilai und er noch allein in La Giette waren und sich sehr verloren fühlten. Doch da war im Haus ein weiterer Yak! Nayan rief ihn, lief um das Haus herum, um durch alle Fenster zu schauen, und bestand darauf, dass dieser Yak herauskäme und sich zu ihnen geselle. Das beschäftigte ihn mindestens eine Woche lang, in der er regelmäßig zurückkam, um zu sehen, ob der Yak noch im Haus war. Da dieser mysteriöse Yak nie herauskam, gab er schließlich auf. Kubilai hingegen hat diesen Yak im Haus nie gesehen.
Auch auf Trekkingtouren denkt Nayan viel nach, er analysiert die Landschaft und ist ein Meister der Abkürzungen!
Er hat den leichtesten und ausdauerndsten Körper von all meinen Yaks, und viele Jahre lang war er es, der das schwerste Gepäck trug.
Er war nie krank, abgesehen von einer heftigen Reaktion auf die erste obligatorische Impfung gegen die Blauzungenkrankheit, an der er fast gestorben wäre. Ich habe beschlossen, ihn nie wieder impfen zu lassen, weshalb er nie an den grossen Reisen ausserhalb der Schweiz teilgenommen hat (um die Grenzen zu überqueren, ist die Impfung obligatorisch) für die er sich auf Grund seiner Ausdauer qualifiziert hätte. Aber wir haben vier Reisen von jeweils etwa zwei Wochen in der Schweiz unternommen:
Die Transjurassienne 2014 mit Ogotaï und Alain Perret, 163 km vom Lac de Joux bis nach Bressencourt.
Die Wanderung zur OLMA, von Amsteg nach Gontenbach (123 km), ebenfalls 2014.
In Begleitung von Lufang, Chélé und Yarloun, Sonja Mathis und Regina Gwerder.
Die Alpenüberschreitung von Visperterminen nach Oberalp (143 km) im Jahr 2015 mit Julong und Sandrine Seidel.
Die Fortsetzung dieser Reise in Richtung Osten im Jahr 2016, vom Lago Ritom nach Savognin (134 km) mit Naulekh und Sandrine Seidel.
Was Nayan jedoch am meisten von den anderen Yaks unterscheidet, ist, dass man auf ihm reiten kann. Er war immer sanft und achtete darauf, mit seinen Hörnern niemanden zu verletzen; deshalb habe ich es gewagt, auf seinen Rücken zu steigen. Ich war glücklich wie ein kleines Mädchen, auf dem Rücken eines Yaks zu sitzen, und ließ mich von Nayan durch die Herde tragen. Mit ihm wurde ich zur Zentaurin, zur Yak-Frau, und auf seinem Rücken erlebte ich die Herde auf ganz neue Weise. Nayan spürte meine tiefe Emotion, und so öffnete sich dieser schüchterne Yak mir gegenüber, und wir knüpften eine sehr feine, besondere Beziehung. Die Momente auf Nayans Rücken gehören zu den glücklichsten, die ich mit den Yaks erlebt habe.
Und 2018, als Myriam, eine Freundin, die mit uns auf Trekkingtour war, unter Atemproblemen litt, trug Nayan sie über die Pässe!
Hier ist eine kleine Collage mit den schönsten Momenten, die ich mit Nayan erlebt habe.
So viele Erinnerungen! So viel Dankbarkeit! So viel Freude!
Ich bin so stolz auf dich, Nayan!
Einen wunderschönen Geburtstag, mein großer alter Yak!




































































































































































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