Pfingsttrek: ein Bericht von Diana
- Rosula Blanc

- 11. Juni
- 11 Min. Lesezeit
Es ist der 21. Mai 2026, als ich mich auf den Weg von Waghäusel nach La Giette in die Schweiz mache. In den 6 ½ Stunden Autofahrt gehen mir viele Gedanken durch den Kopf. Ich bin etwas aufgeregt vor meinem ersten Trekking! Habe ich alles dabei, was ich brauche? Ist meine Kondition gut genug? Wie rieche ich nach drei Tagen bei sommerlichen Temperaturen in den Bergen, ohne zu duschen? War es das Richtige diese Reise zu buchen und das alles allein zu machen? JA! Tief im Inneren weiß ich, dass jetzt genau der richtige Zeitpunkt ist, meinen Traum endlich wahr werden zu lassen.
Sechs Jahre lang war die Sehnsucht riesig, das Abenteuer eines Yak-Trekkings mit Rosula einmal hautnah miterleben zu dürfen. Als ich damals im Happiness Magazin darüber las, spürte ich sofort eine tiefe Faszination und den großen Wunsch, selbst einmal Teil dieses besonderen Erlebnisses zu werden. Drei Tage mit Rosula und ihren Yaks durch Berg und Tal wandern, Ruhe finden, zusammen kochen, die Welt entdecken, wild campen und neue Menschen kennenlernen. Jetzt endlich ist es so weit all diese Erfahrungen machen zu dürfen und mich in ein neues Abenteuer zu stürzen.
So bin ich voller Vorfreude, als ich auf den Hof von Rosula fahre und herzlich von ihr und den Hunden Laani & Nuuri begrüßt werde. Das atemberaubende Panorama, das sich mir von ihrem Haus aus bietet, lässt mein Herz direkt höherschlagen. An diesem Abend aber lange noch nicht das Schönste! Gemeinsam mit Marta aus Polen und Antoine aus Frankreich - zwei weiteren Teilnehmern – geht es nun mitten in die Herde aus insgesamt 10 Yaks. Ein unbeschreibliches Gefühl. Innerlich bin ich noch etwas angespannt, was sich in den kommenden Minuten aber schnell legen wird. Ganz in Ruhe dürfen wir die eindrucksvollen Tiere kennenlernen und uns mit ihnen und ihren Charakteren vertraut machen. Nachdem mir Rosula ein paar Ratschläge zum Umgang mit ihrem Yak Tungkar gegeben hat, erwecke ich scheinbar einen vertrauenswürdigen Eindruck und so legt er sich beim Striegeln entspannt vor mir im Gras ab. Ein wunderbarer Augenblick, der die Vorfreude auf alles, was noch kommt, riesig werden lässt! Drei Tage lang dürfen wir diesen Tieren folgen, sie besser kennenlernen, uns ihrem Tempo anpassen, die Welt durch ihre Augen sehen und in gewissem Sinne, ein Teil der Herde werden. Es wird nicht lange dauern, bis sich diese unglaublich ruhige Ausstrahlung der Tiere auf uns überträgt!

Jetzt heißt es aber erst einmal Ankommen! Die nächsten zwei Nächte dürfen wir zum Akklimatisieren nutzen und bekommen dafür von Rosula einen Schlafsaal mit acht Betten und einer traumhaften Aussicht zur Verfügung gestellt. Ich fühle mich direkt wohl in der urigen Hütte und freue mich über ein Bad mit WC, Dusche und Waschbecken. Nachdem die Betten verteilt sind, verbringen wir einen wunderbaren Abend auf Rosulas Terrasse, die uns mit leckerem Essen und einem kühlen Bier nochmal offiziell willkommen heißt. Sie erzählt uns mehr über die Arbeit mit den Yaks, ihre Geschichte, ihre Verbundenheit, und ihr Zusammenleben. Die Yaks weiden direkt hinter dem Zaun auf der Wiese, während vor uns die Sonne hinter den schneebedeckten Bergen über Les Haudères untergeht. Wie konnte ich nur daran zweifeln, dass diese Reise die richtige Entscheidung ist?!

Nach einer ruhigen ersten Nacht im Schlafsaal und einem ausgiebigen Frühstück bei Rosula entscheiden wir uns für eine gemeinsame Qi-Gong Stunde auf der Terrasse. Eine neue Erfahrung, die mich zur Ruhe kommen lässt und meine Energie wieder ins Gleichgewicht bringt. Die beste Ausgangslage für das Zusammentreffen mit den Yaks. Für Naulekh, Nayan, Tungkar, Yanjar, Karunã, Chele, Gewa, Tsarang, Yume und Ogotai gibt es von uns heute eine extra lange Fellpflege, die wir alle sehr genießen. Der Rest des Tages steht uns zur freien Verfügung. Während Marta und Antoine zu Fuß die Umgebung entdecken, darf ich Rosula zum Spaziergang mit den Hunden begleiten. Von ihrer Hütte auf 1.770m fahren wir mit dem Auto auf 2.000m Höhe, wo wir die frische Bergluft und das wunderschöne Panorama genießen. Laani und Nuuri haben unglaubliche Freude daran, die Natur zu entdecken und auch ich bekomme Neues zu sehen! Zum ersten Mal erlebe ich Murmeltiere in ihrer natürlichen Umgebung. Ein unvergesslicher Moment, der einen weiteren Herzenswunsch wahr werden lässt.

Den restlichen Mittag verbringe ich auf der Wiese vor der Hütte und lasse die ersten Eindrücke bei strahlendem Sonnenschein auf mich wirken. Ich genieße die Ruhe, lese, beobachte die Umgebung und komme dabei wieder ein bisschen mehr bei mir selbst an. Was werden die kommenden Tage mit mir machen? Was werden sie mit sich bringen? Welche Freuden? Welche Herausforderungen? Welche neuen Erlebnisse?
Die Ankunft der restlichen Teilnehmer reißt mich aus meinen Gedanken. Ich freue mich darüber, dass wir nun komplett sind und vor dem anstehenden Trekking noch genügend Zeit zum Kennenlernen haben. Ina ist die Schwester von Rosula und mit ihrer Familie – Anaëlle, Felicien, Lucien und Charlotte - aus Strasbourg angereist. Gemeinsam mit den Hirten Matteo und Stéphane treiben wir die Herde Yaks zum Stall, wo sie am nächsten Morgen für den 3-tägigen Trek gesattelt wird. Zum ersten Mal lernen wir, wie wir die Tiere in den kommenden Tagen durch die Berge lenken, ihnen Wege abschneiden und sie zum Weitergehen animieren. Dabei sind Konzentration, eine ruhige und selbstsichere Ausstrahlung, sowie eine reibungslose Zusammenarbeit aller Teilnehmer gefragt.

Nach dem praktischen Teil des Abends folgt der theoretische; und so schildert uns Rosula beim Abendessen wie die kommenden Tage ablaufen, was es bei der Zusammenarbeit mit den Yaks zu beachten gilt und welche Strecken wir pro Tag zurücklegen werden. Wir genießen geschmolzenen Raclettekäse aus dem selbstgebauten Holzofen, serviert mit knackigem Gemüse, Kartoffeln und Wildsalat. Zwischen Deutsch, Englisch und Französisch entstehen wunderbare Gespräche, die uns ungezwungen näherbringen. Zum Abschied verteilt Rosula wasserdichte Seesäcke, in die wir unser zusätzliches Gepäck verstauen können. Wir selbst sind bei der Wanderung nur mit leichtem Tagesgepäck unterwegs, das sich auf Wechselkleidung, Ausrüstung und die Mittagsverpflegung beschränkt. Zelt, Isomatte und Schlafsack transportieren die Yaks. Gleiches gilt für circa 10 Kilo zusätzliches Gepäck pro Person. Und so herrscht ein buntes Treiben, als kurz darauf acht Teilnehmer ihre Seesäcke im Schlafsaal befüllen.
Erstaunlich ruhig verläuft dagegen die Koordination von Bettenbelegung und Badezimmerzeiten am nächsten Morgen. Ich fühle mich erholt und konnte besser schlafen als gedacht. Nach dem gemeinsamen Frühstück und einer Qi Gong Session bringen wir unser Gepäck zum Stall und bereiten die Yaks auf unsere anstehende Tour vor. Unsere Gruppe verteilt sich vor und hinter den Tieren … es geht los!

Tag 1: La Giette – Arbey – Lana – Les Abelires
Es dauert ein bisschen, bis wir alle unseren Rhythmus gefunden haben und so sind wir anfangs etwas schleppender unterwegs. Das ändert sich schlagartig, als ein Hauch von Wasser in der Luft liegt. Die Yaks ziehen das Tempo an … bei dem warmen Wetter lockt nichts mehr als ein Sprung in den kühlen See.
Wir verbringen eine gute Stunde am Lac d’Arbey, strecken die Füße ins kalte Wasser, machen Mittagspause und schauen den Yaks dabei zu, wie sie das Leben genießen. Es ist einfach magisch, Tiere in Freiheit zu erleben und ihre Instinkte und Verhaltensweisen hautnah zu verstehen. Wir ziehen weiter Richtung Tal, bilden an Abzweigungen Barrikaden aus Menschen und Trekking-Stöcken, um den Yaks den Weg zu weisen, treiben sie an und ruhen mit ihnen aus. Langsam, aber sicher kommen wir in den Fluss der Herde und entdecken dabei die traumhafte Umgebung. Gemeinsam wandern wir über Hängebrücken, Wasserfälle und Wiesen und finden dabei immer mehr Ruhe. Eine Reise, die entschleunigt, einen aus dem Alltag reißt und wieder mehr in Einklang mit der Natur bringt. Ich genieße es den Tieren so nah sein zu dürfen und ihrem Tempo zu folgen.

Dabei treffen wir immer wieder auf begeisterte Gesichter und interessierte Fragen von Einwohnern und Touristen. Ein wundervolles Gefühl, die Freude in den Augen der Menschen zu sehen, wenn wir ihre Wege kreuzen. Einige davon begleiten uns ein paar Schritte auf dem Weg nach Les Abelires, wo wir nach knappen 8 Stunden und 15 Kilometern, schließlich auf Rosulas Weide ankommen. Unser erster Schlafplatz, auf dem wir unsere Zelte aufschlagen dürfen. Zwar bin ich ein bisschen erschöpft, fühle mich aber trotzdem unglaublich gut. Zeit zum Erholen! Und so suchen ein paar von uns nach einer nahegelegenen Abkühlung. Fündig werden wir einen knappen Kilometer entfernt unter einem eiskalten Wasserfall. Ein Erlebnis, für das ich unglaublich dankbar bin. Ich werde wohl nie vergessen, wie erfrischend sich das Wasser nach dem schweißtreibenden Tag angefühlt hat.
Nach der natürlichen Dusche freuen wir uns auf ein gemeinsames Abendessen am Lagerfeuer. Matteo und Stéphane kreieren mit Marta ein köstliches Hauptgericht aus frischem Gemüse und Couscous, bevor wir den Abend mit Schokolade befülltem Stockbrot krönen. Stolz blicken wir auf den Tag zurück, teilen Geschichten und wärmen uns am Feuer. Das Knistern der Flammen und das sanfte Rauschen des Wasserfalls hüllen uns in eine wohlige Ruhe. So geht ein zauberhafter Abend in den Bergen zu Ende und wir überlassen uns der Stille der Nacht, während wir müde ins Zelt fallen.

Am Morgen darauf muss ich mir eingestehen, dass dieser Schlaf nicht zu meinen besten gehört hat! Ganz so still war es dann nämlich doch nicht. An eine Nacht Im Zelt muss man sich eben erst wieder gewöhnen und so lassen einen die ungewohnt lauten Geräusche der freien Natur etwas früher die Ohren spitzen.
Tag 2: Les Abelires – Suen – Baule - Eison
Nach einem schnellen Frühstück heißt es Sachen packen, Zähne putzen, Wasser auffüllen und die Yaks satteln. Die kühlen Morgenstunden müssen genutzt werden! Immerhin wartet heute ein knackiger Aufstieg von fast 1000 Höhenmetern auf uns – bei den steigenden Temperaturen eine echte Belastungsprobe für Mensch und Tier. Wir starten mit einer erfolgreichen Straßensperre, kühlen uns an Wasserfällen ab, wandern durch idyllische Bergdörfer und kommen schon nach kurzer Zeit so richtig ins Schwitzen. Wenn das Kind in Naulekh, Tungkar und Tsarang erwacht, muss man nämlich schnell sein! Yaks sind verdammt gute Sprinter und haben ab und an Lust das auch unter Beweis zu stellen. Es verlangt uns einiges ab, dem Tempo der Yaks Schritt zu halten und gleichzeitig den Weg im Blick zu haben. Bloß nicht stolpern! Zum Aufpassen bleibt keine Zeit mehr ... jetzt müssen alle die Beine in die Hand nehmen und rennen. Ein wundervolles Gefühl, das in diesem Moment in einem ausgelöst wird. Man verspürt eine Mischung aus Freiheit und purer Freude. Wir müssen lachen und fühlen, wie wir mit den Yaks wieder ein bisschen mehr zusammenwachsen.

Jetzt gerade bin ich unglaublich froh, dass ich meine Komfortzone verlassen und mich allein auf eine neue Erfahrung eingelassen habe! Es war die absolut BESTE Entscheidung. Ich spüre, wie ich von Tag zu Tag daran wachse, meine Gedanken sortiere und mir die Frage stelle, was mir im Leben gerade wichtig ist! All das passiert, wenn man mit Rosula und den Yaks in den Bergen unterwegs ist. Eine Art zu leben, die man nur bewundern kann! Der Kopf fühlt sich freier, man reist minimalistischer und lebt dabei von und in der Natur. Man wird wieder geerdet und spürt auf eine ganz besondere Art, was für ein Geschenk, das alles ist. Ein Geschenk sind auch die Gespräche mit Rosula, Marta und Ina. Es ist schön, mehr von meinen Begleitern zu erfahren. Wie sie leben, was sie schätzen, was sie glücklich macht und was sie suchen. Die gemeinsame Erfahrung verbindet und lässt eine ganz neue Kommunikation zwischen uns entstehen. Auch mit den Yaks fühle ich mich von Tag zu Tag vertrauter, kenne meine Handgriffe und kann Rosulas Leidenschaft immer mehr nachvollziehen.
Es ist wahnsinnig inspirierend ihr bei der Arbeit mit den Tieren zuzusehen und die seelische Verbundenheit zwischen ihnen zu spüren. Im Gespräch mit ihr lernt man nur einen Bruchteil der vielen Geschichten kennen, die sie zusammen mit ihren Yaks erlebt hat. Herausforderungen, Glücksmomente, Trauer, Vertrauen, Liebe und Freude. Dieses Band kann man spüren, wenn man Rosula und „ihre Familie“ beobachtet. Wie schön, dass es Menschen gibt, die auf diese Art mit Tieren „arbeiten“.

Auch ich bin schwer am Arbeiten und kämpfe mich mit Karunã den letzten Hang hinauf, bevor wir nach knappen 6 Stunden wandern an unserem neuen Schlafplatz ankommen. Wieder heißt es Gepäck sortieren, Yaks einzäunen, Zelte aufschlagen und eine Abkühlung suchen. Auch dieses Mal ist uns das Glück treu: Schon nach kurzer Suche, genießen wir die wohltuende Frische eines versteckten Tauchbeckens inmitten der Natur. So stellt sich meine Befürchtung, wegen mangelnder Körperhygiene sozial isoliert zu werden, glücklicherweise als völlig unberechtigt heraus. Wir trocknen in der warmen Sonne und bereiten gemeinsam das Abendessen vor. Während fleißig Karotten, Lauch und Zwiebeln geschnitten werden, verwandeln Stéphane und Matteo die Zutaten in ein unglaublich leckeres Linsen-Dal. Ein Abend, an dem wir gemeinsam lachen, uns aber auch ein bisschen Freiraum schenken, um nach dem fordernden Tag etwas auszuspannen. Mittlerweile fühle ich mich in meinem Bett unterm Sternenhimmel erstaunlich wohl. Ganz in Ruhe lasse ich den Sonnenuntergang und die Eindrücke des Tages auf mich wirken, bevor ich müde in den Schlafsack robbe.

Tag 3: Eison – Volovron – Evolène – La Giette
Am letzten Morgen bin ich zwar früh wach, lasse es offensichtlich aber doch etwas zu entspannt angehen. Die Schlafplätze der anderen sind bereits abgebaut, als ich aus dem Zelt klettere, und so reicht es nur für einen schnellen Kaffee, bevor unser Morgenritual startet. Eine Session Qi-Gong vor dem Striegeln, Kuscheln und Satteln der Yaks. Ein letztes Mal darf ich Tungkar mit Krauleinheiten versorgen, bevor das Gepäck angelegt wird. Laani, Nuuri und Naulekh sind bereits voller Vorfreude und können es kaum erwarten mit uns loszuziehen. Aber auch wir freuen uns auf den letzten Trekking-Tag, obwohl ich zugeben muss, dass meine Gefühle zu diesem Zeitpunkt gemischt sind. Ich bin unglaublich glücklich, aber auch etwas wehmütig bei dem Gedanken, dass unsere gemeinsame Reise heute enden wird. Ich fühle mich gerade sehr angekommen und könnte problemlos drei weitere Tage anhängen. So richtig kann ich mir noch nicht vorstellen, morgen wieder in einem Bett aufzuwachen und weiß noch gar nicht, ob ich das überhaupt möchte. Aber wer weiß, auch Stéphane ist durch ein Trekking bei Rosula zu einem ihrer Hirten geworden 😊

Der letzte Tag fordert uns nochmal richtig heraus! Auf uns warten 12 Kilometer, die wir in den kommenden 6 Stunden bewältigen werden. Dabei wandern wir mit einem negativen, sowie positiven Höhenunterschied von je 800 m durch das Dorf Evolène zurück nach La Giette. Unterwegs versorgt uns Matteo mit faszinierenden Einblicken in die lokale Tier- und Pflanzenwelt. Es ist einfach bereichernd, wenn eine Reise nicht nur das Herz, sondern auch den Geist füllt. Noch einmal dürfen wir die wunderschöne Aussicht in uns aufsaugen, noch einmal die Freude in den Augen von Yume, Karunã und Yanjar beobachten, wenn Wasser in Sicht ist, noch einmal die Einheit spüren, zu der wir geworden sind.
Nach einem letzten schweißtreibenden Aufstieg, bei dem wir unsere kompletten Wasser-Reserven aufbrauchen, rennen wir mit den Yaks zum Wasser. Wir befinden uns wieder an dem Ort, an dem unsere Reise begonnen hat. Am Lac d’Arbey. Während die Yaks im kühlen Wasser stehen, strahlen sie eine unglaubliche Ruhe und Zufriedenheit aus. Ein Souvenir das ich aus diesen Tagen unbedingt mit Nachhause nehmen möchte!

Nach der erfrischenden Pause treten wir die letzte Etappe nach La Giette an und erleben diese Stunde mit den Yaks und den Hunden nochmal ganz bewusst. Es ist also nicht verwunderlich, dass bei Marta und mir die Tränen fließen, als wir die Yaks zurück auf ihre Weide bringen. Naulekh, Tungkar, Yanjar, Karunã, Gewa, Tsarang und Yume werden von Nayan, Ogotai und Chele schon sehnlichst erwartet. Home sweet home! Dieser Moment macht etwas mit mir und trifft mich emotional auf einer tiefen Ebene.

Unser großes Abenteuer lassen wir gemeinsam auf Rosulas Terrasse ausklingen, lachen, weinen, tauschen uns aus und nehmen Abschied. Da ich die längste Anreise aller Teilnehmer habe, bleibe ich eine weitere Nacht bei Rosula und komme noch einmal in den Genuss ihrer Kochkünste und faszinierenden Geschichten. Geschichten, die ans Herz gehen. Es ist wahnsinnig schön zu sehen, was Menschen erschaffen, wenn sie ihre Leidenschaft ausleben. Ich könnte ihr stundenlang zuhören.
Nach all den gemeinsamen Tagen habe ich den Schlafsaal in der letzten Nacht für mich allein und muss zugeben: Es fühlt sich doch ein bisschen komisch an. Ich stehe noch lange auf dem Balkon und genieße die friedliche Nacht über Les Haudères unter dem atemberaubenden Sternenhimmel. So wird es kurz nach Mitternacht, bis ich mich endlich schlafen lege.

Am Morgen darauf sorgt eine kühle Dusche für neue Energie – und die Vorfreude auf ein letztes, gemütliches Frühstück mit Rosula, Laani und Nuuri ist riesig. Wir reden, lachen und lassen die letzten Tage Revue passieren, bevor ich mich tränenreich von ihr verabschiede und ein letztes Mal das spektakuläre Panorama in mich aufsauge.
Eine intensive Reise geht zu Ende, die mit ihren vielen Abenteuern und natürlichen Reizen auf ewig in meinem Herzen bleiben wird. Ich kann kaum in Worte fassen, wie viel mir diese Zeit bedeutet und welche tiefe Wirkung diese Tage auf mich hatten.
Durch diese Reise habe ich wieder gelernt, wie schön es ist eigene Grenzen zu überschreiten, neue Menschen kennenzulernen, die Natur zu entdecken, das Leben mit allen Sinnen zu genießen und Verbundenheit zu schaffen.
Vielen Dank an Rosula, Olivier, Stéphane, Matteo und meine Begleiter Marta, Antoine, Ina, Charlotte, Anaëlle, Felicien, Lucien, Naulekh, Nayan, Tungkar, Yanjar, Karunã, Chele, Gewa, Tsarang, Yume, Ogotai, Laani und Nuuri für die unvergessliche Zeit!
Diana
Musik: Nothing Comes Close
Musiker: The Major Toms (from Audiio)
Musik: Je vois la vie
Musiker: Konstantin Tyufyakin
Musik: Unlike Us
Musiker: You Are Us (from Audiio)







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